Weil der Auf- und Abstieg so alltäglich ist, wird er selten als sicherheitskritischer Vorgang eingestuft. Das ist ein Trugschluss. Gerade die Wiederholung erzeugt Nachlässigkeit: Man greift nicht mehr konsequent mit beiden Händen, tritt auf Oberflächen, die nass oder verschmutzt sind, oder nutzt das nächstbeste Hilfsmittel statt einer geeigneten Lösung. Mit steigender Ermüdung im Tagesverlauf erhöht sich das Risiko weiter.
Gleichzeitig summiert sich der Zeitverlust: Wer dreimal täglich eine schlecht erreichbare Wartungsöffnung inspizieren muss und dabei auf improvisierten Aufstieg angewiesen ist, verliert pro Person und Tag leicht 15 bis 20 Minuten. Auf ein Team hochgerechnet ergibt das schnell mehrere Arbeitsstunden pro Woche.